SpoPrax Ausgabe 08/21 - E-Paper

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SPORTRECHT
Bundeskartellamt setzt DFL unter Druck: Quo vadis 50+1? 178
Rechtsanwalt Dr. Johannes Scherzinger, LL.M.
Mit seiner vorläufigen Bewertung des Gesamtkonstrukts der „50+1-Regel“ als kartellrechtswidrig und der isoliert betrachteten 50+1-Grundregel als zulässig, hat das Bundeskartellamt die DFL und ihre Mitglieder in eine knifflige Lage gebracht. Der Autor fasst zunächst die Einschätzung des Bundeskartellamts kurz zusammen und beleuchtet sodann ausgewählte Aspekte der kartellrechtlichen Bewertung des Bundeskartellamts. Anschließend wirft er einen Blick auf die bis dato diskutierten Handlungsmöglichkeiten und auf denkbare Alternativen hierzu.

Ökonomische Aspekte der „50+1-Regel“ im deutschen Fußball 186
Dr. C.-Philipp Heller
In diesem Beitrag werden mögliche Wettbewerbseinschränkungen und Effizienzvorteile – wettbewerbliche Balance und vereinsgeprägter Wettbewerb – durch die 50+1-Regel aus ökonomischer Sicht erläutert. Nach Auffassung des Autors erfordert die ökonomische Bewertung der 50+1-Regel im Ergebnis eine genaue empirische Untersuchung ihrer Auswirkungen.

Die Zukunft der 50+1-Regel – Lösungsansätze aus einer stakeholderorientierten Perspektive 192
Dr. Sebastian Björn Bauers
Die Einschätzung des Bundeskartellamts zur 50+1-Regel gibt (erneut) Anlass, regulatorische Lösungsansätze zu diskutieren. Im Rahmen dieses Beitrags wird ein stakeholderorientierter Ansatz vorgestellt, basierend auf der Befragung von Fußballklubs, Fußballfans sowie aktuellen und potentiellen Investoren. Ausgehend von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Befragungsergebnisse der unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen, zeigt der Autor regulatorische Gestaltungsmöglichkeiten auf, die bei einer etwaigen Reform der Regelung in Betracht gezogen werden könnten.

INTERVIEW
Vom Volljuristen zum Vollblut-Sportreporter – Manfred Breuckmann 200
Als Jurastudent kommentierte er 1972 sein erstes Fußballspiel. Nach dem Referendarexamen wurde er zunächst Beamter. Danach ist er die Stimme der samstäglichen Konferenz-Schaltung der Fußball-Bundesliga im Radio geworden – mit Sätzen wie „Diego Klimowicz – ein Name wie Winnetou Koslowski.” Nachgefragt bei Manni Breuckmann.

E-SPORTRECHT
Neu vs. alt: eSport und Jugendarbeitsschutz – ein Appell an den Gesetzgeber 202
Rechtsanwalt Alexander Schlicht
Für den kompetitiven eSport ist weder durch den Gesetzgeber noch die Rechtsprechung geklärt, ob und inwieweit sich minderjährige Akteure auf Ausnahmen des JArbSchG berufen können. Der Beitrag gibt einen Überblick über das (nicht) gestattete Tätigwerden von Kindern und Jugendlichen im Sinne des JArbSchG und endet mit einem Appell an den Gesetzgeber.

Die praktische Relevanz des § 21 V GlüStV 2021 für den eSport und seine Verbandsstruktur 208
Ass. iur. Andreas H. Woerlein, LL.M., Mag. iur.
Der Autor nimmt die Novellierungsansätze des GlüStV 2021 im Bereich der Regulierung der Wetten auf eSport-Ereignisse in den Blick und stellt die praktische Relevanz des § 21 V GlüStV 2021 für eSport-Verbände heraus. Der Beitrag schließt mit einer Handlungsempfehlung für die bis dato drei bestehenden eSport Bundes- und Landesverbände.

AUS DER PRAXIS FÜR DIE PRAXIS
Nachvertragliche Abwerbeverbote im Profisport 215
Rechtsanwalt Dr. Heiko Reiter
Obwohl z.B. Sportdirektoren, Manager, aber auch Trainer oftmals umfassende Einblicke in die strategischen Planungen und in die finanziellen und vertraglichen Details eines Sportclubs haben, spielen nachvertragliche Abwerbeverbote im Profisport in der Praxis bislang keine Rolle. Der Autor zeigt, wie die Abwerbung von Angestellten für einen gewissen Zeitraum nach Vertragsende untersagt werden kann.

IMPRESSUM UND
HERAUSGEBERBEIRAT 220

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Magazin für Sport- und E-Sportrecht

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